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Schmuck mit Augenmaß

Sunday, April 29th, 2012

Die meisten Leute kaufen Schmuck fertig, sind also nicht besonders kreativ hierbei. Andere Leute fertigen gerne Schmuck selbst an, haben aber für all ihre Schmuckkreationen selbst wenig Verwendung. Die einen fertigen ihn, die anderen tragen ihn. Auf diese Art und Weise hat derjenige, der den Schmuck letztendlich trägt, wenig Möglichkeiten, kreativ Einfluss auf seinen Schmuck zu nehmen! – Geht das auch anders?

Täte man ganz einfach nach einem modularen Prinzip vorgehen, nähme man ein Stückchen Schnur, vielleicht dickes Garn, eine paar Perlen mit einem Loch in der Mitte, und Anfangs- sowie Endstück mit Verschluss. Man müsste dann die Perlen, seien es echte Perlen oder Kunstperlen, auffädeln auf die Schnur, dann noch die beiden Enden mit passenden Verschlusstücken versehen, und: fertig! Wenn es Einem dann einmal nach Abwechslung bedarf, braucht man nur noch die Prozedur zu wiederholen, und gegebenenfalls alte Kettenkreationen zu entfädeln, voilà!

Kettchen und Armbänder selbst kreativ herzustellen, und auch öfters umzuändern, ist gar nicht so schwierig. Das Gute dabei ist auch, dass, da ja bereits benutzte Ketten wiederverwertet werden können, kaum Abfall anfällt: Umweltfreundlich kann also auch ein kreativer Lebensstil sein!

Wichtig bei Schmuck ist außerdem die Verträglichkeit der Materialien, nicht nur ihre Zierde und Eleganz! Manche Kunststoffe enthalten ungesunde flüchtige Substanzen, manche Metallegierungen sind allergieauslösend oder sogar bedenklich, was ihre Inhaltsstoffe angeht usw. … . Deshalb muss immer eine gründliche Recherche durchgeführt werden, bevor man sich für ein bestimmtes Ausgangsprodukt, als Basis der Schmuckherstellung, entscheidet!

Schmuck kann bunt, glänzend, elegant oder lustig sein, manchmal auch Mehreres auf einmal ! Es ist nicht wichtig, ob man sich dafür entscheidet, Schmuck herzustellen oder ihn zu tragen. Das Lebensgefühl, das man verbreitet, das entscheidet! Wenn Schmuck die eigene Persönlichkeit unterstreicht, ist er nützlich, quasi als eine Art Selbstausdruck. Sollte aber jemand eine, gänzlich von Natur aus, schöne Persönlichkeit haben, wäre es nicht ratsam, das kunstvolle, schöne Gebilde, das die Natur in der Persönlichkeit fassbar werden hat lassen, durch Schmuckstücke zu zerstören, denn: Wenn der Kuchen fertig gebacken ist, macht ihn jede Minute zusätzlich im Ofen nur unnütz trocken! Was das heißen soll? – In der Tat soll ein Juwel den Träger, oder die Trägerin, zieren, jedoch nicht entstellen: Wenn aber das Aussehen oder die Persönlichkeit dieser Person von Natur aus schön ist, wirkt der Schmuck eben wie eine Parodie!

Schmuck soll Schönheit verkörpern und ausstrahlen. In Maßen angewandt, wird er dieser Aufgabe auch gerecht, jedoch im Übermaß stören ‘Verschönerungen’ und wirken unpassend! Jeder muss für sich selbst entscheiden, inwiefern Schmuckstücke in sein (oder ihr) Leben passen!

Kinder gestalten mit!

Tuesday, April 17th, 2012

Schon wieder hat der jüngste Sohn sein Zimmer nicht aufgeräumt! Wenn man ihn fragt, warum nicht, sagt er aber keineswegs, er habe es vergessen, nein nur: “Ich finde das gut so, wie es ist! Warum soll ich das dann aufräumen?”. Das ist der Albtraum ordnungsliebender Eltern!

Man kann sich nun daran stören, dass so manches Kind einfach nicht für Ordnung zu begeistern ist. Doch, warum stören sich Kinder eigentlich nicht an einem bisschen Chaos? Eltern sind oft darauf bedacht, dass alles mehr oder weniger ordentlich hergerichtet ist. Weshalb können ihre Kinder denn nur so anders sein als die Eltern?

Es mag für so manchen Erwachsenen nicht begreiflich sein, doch Ordnung an sich ist, wie nach Einstein alles andere auch, relativ! Absolute Ordnung gibt es genauso wenig wie absolute Unordnung. So kommt es, dass Kinder den Zustand der Ordnung nur als relativ wahrnehmen, und sie versuchen ganz einfach, verschiedene Zustände zwischen ‘relativ ordentlich’ und ‘sehr unordentlich’ in Erfahrung zu bringen, frei nach dem Motto: selbst erleben! Dieses Probieren der Kinder ist für die Eltern oft nervig, denn die Erwachsenen brauchen ja nicht mehr alle Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens unter die Lupe zu nehmen, stattdessen nimmt ihnen die Routine viel ‘lästiges’ Herumprobieren ab.

Was ist aber, wenn jegliche Art des Herumprobierens an sich etwas Kreatives, etwas Künstlerisches, in sich trägt? Ist dann nicht auch jegliche Form von Chaos in gewisser Weise eine Art Gesamtkunstwerk? Kann man etwas Chaotisches überhaupt als Kunst ansehen?

Sogenannte ‘Collagen’ sind wilde Sammlungen von Bildausschnitten, womöglich gut durchmischt mit Textauszügen, die allgemein als künstlerisch angesehen werden können. Ob sich da nicht der eine oder andere Jugendliche, der sein Zimmer wild mit Fotos beklebt, als kreativer Designer outet?

Eine schöne Idee, wenn man Kinder in die Raumgestaltung zuhause einbezieht, denn so wird es vielleicht ein wenig ungeordneter, aber auch nie langweilig in den heimischen vier Wänden!