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‘Heimwerken’ … auch in der Küche!

Tuesday, May 22nd, 2012

Wie gerne gehen die Leute heutzutage in Fast-Food-Restaurants? Es ist deutlich, dass in einem ‘normalen’ Restaurant nicht mit den Händen gegessen wird, sondern mit Besteck, oder, im Falle asiatischer Restaurants, eben mit Stäbchen! Außerdem setzt der Gourmetkoch eher auf Geschmackserlebnisse, während Fast-Food an sich besonders auf die Konsistenz des Essens ausgerichtet ist: Nicht zu hart, aber bisweilen knusprig soll es sein … .

Per se kann sowohl das schnelle Essen im Imbiss als auch der Gourmetschmaus im Sternerestaurant gesund oder ungesund, frisch oder verdorben sein. Je ausgeklügelter das Menü, umso schwieriger sind leider auch etwaige Qualitätsmängel genau zu benennen! Die Regel, Imbissessen sei generell ungesund, trifft eben nicht immer zu. Das Brötchen vom Burger kann ein wahrlich gesundes Backerzeugnis aus besten Zutaten sein, oder aber ein Mix aus Zuckern verschiedener Art, Farbstoffen und wieder anderen Inhaltsstoffen, wobei ein mit ‘E … ‘ bezeichneter Stoff der Lebensmittelindustrie gut zu Passe kommt, wenn es darum geht, dem lesenden Kunden ein Schnippchen zu schlagen … .

Warum Hersteller lieber ‘E422′ anstatt des klangvollen Namens ‘Glycerin’ draufschreiben wollen, kann Einem wohl ein Rätsel bleiben, doch wenn ‘E120′ anstellen von ‘echtem Karmin’ deklariert wird, weiß der Kenner, womit er es zu tun hat: Extrakte aus toten Läusen! Gewiss, dem Unwissenden täte auch der Begriff ‘Karmin’ an sich nicht viel sagen, doch ein bisschen Namensverschönerung bei der Zutatenliste ist wohl heute ganz modern, oder?

Unabhängig davon, was denn auf der Verpackung geschrieben steht, kann natürlich auch ein undeklarierter Inhaltsstoff sein Unwesen im einem Produkt treiben. Zum Beispiel können in Getränkeflaschen noch Reste von Spülmittel kleben bleiben, wenn vor der Befüllung, das heißt nach der Reinigung der Flasche, nicht genügend klares Wasser die Flasche durchflossen hat! Das schmeckt man glücklicherweise eher selten, aber wie ein altes Sprichwort lautet, reinigt Dreck ja den Magen … , ob Spülmittel das dann also etwa auch tut? – Am besten, man meidet Getränke, die nach Spülmittel schmecken, denn Spüli und Co sind schließlich nicht dafür gemacht, getrunken zu werden! Wer weiß, vielleicht kann man davon ja sogar krank werden?

Neben den üblichen Imbissrestaurants etablieren sich auch immer mehr Bagelshops und Bäckereien, die erkannt haben, wie sehr der hungrige Großstädter zwar Burger liebt, doch aber seinem Magen lieber etwas Besseres als Matschbrötchen und Knorpelreste gönnen will! Solange der Salat keine schwarzen Stellen aufweist, und auch sonst alles nicht schon vor sich hin schrumpelt, ist das eine gute Möglichkeit, die man wirklich probieren sollte. Wenn die Bedienung irgendwann dann doch anfängt, schnippisch zu werden, ganz so als ob der Kunde zur Last würde, oder mit einem Lächeln ein welkes Stück Gemüse auf das andere Stück gelegt wird, in dem Moment wird es allerdings Zeit, nach einer Lösung für dieses Desaster zu suchen!

Falls man einfach genug hat von den Versprechen der Nahrungsmittelindustrie, bleibt nur übrig, sich das Essen eben selber zu machen! Gute Grundzutaten sollten neben Reformhäusern und Biomärkten auch viele Bauernhöfe und Wochenmärkte für den interessierten Kunden bereithalten. Was man dann aus all den guten Lebensmitteln jedoch zustande bringt, das hat man dann ganz alleine in der Hand!

Zum Glück finden sich im Internet auch schnell eine Reihe von Ratschlägen und Rezepten, sodass das ‘Selbermachen’ gar nicht so schwierig in Gange kommen muss wie vielleicht zunächst befürchtet. Sobald man sich dann erst einmal daran gewöhnt hat, nicht mehr alles fertig zu kaufen, ist es sowieso auch keine Last mehr, sondern einfach ein schönes Hobby, welches dabei hilft, gesund zu leben!